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2013/01/25

Verliebt, Verlobt,... Kapitel 4





Hallo, 


heute habe ich das 4. und leider auch vorerst letzte Kapitel meiner FanFiction 'Verliebt, Verlobt,...' für euch. Ich hoffe, dass mich bald wieder die Muse küsst und ich die Geschichte weiter bzw. zu Ende schreibe!!!! Drückt mir die Daumen ^o^

Ich freu mich sehr über Kommis, Fragen oder Vorschläge von Euch!
Und nun viel Spaß beim Lesen! 

Kapitel 4

Unsanft wurde Mamoru von den zwei bulligen Kerlen in die Limousine gezerrt. Er war nicht gerade ein Schwächling, aber gegen so viel Muskelkraft hatte er keine Chance. Nun saß er hier, in der Limo seines Großvaters, zwischen zwei Typen bei denen Sylvester Stallone blass vor Neid geworden wäre, und dem schrobigen alten Mann ihm gegenüber. 
Sein Großvater blickte ihn kühl und distanziert an: „Du siehst beschissen aus!“ Er hätte auch sagen können `es regnet´, emotional wäre es kein Unterschied gewesen.

„Oh, so große, ordinäre Worte aus dem Mund eines kleinen alten Mannes!“ Mamoru blickte ihn mit genauso wenig Wertschätzung an.


„Wie ich sehe hast du dich kein bisschen geändert! Müssen die Gene deiner Mutter sein!“

„Wow, das ist Rekord…keine Minute ist seit unserer glücklichen Familienvereinigung vergangen und schon hast du dich abfällig über meine Mutter geäußert. Respekt!“ Mamorus Stimme triefte nur so vor Sarkasmus. Der Tag hätte nicht schlimmer anfangen können.

Sein Großvater schnaubte nur.

„Was willst du?“

„Weißt du, als du vor 4 Jahren mein Haus verlassen hast, habe ich gewusst, dass ich dich irgendwann in der Gosse finden würde!“ er lächelte abfällig, so als würde ihn die Vorstellung amüsieren, seinen Enkel in der Gosse zu wissen.

Mamoru reagierte nicht, es war ihm egal was dieser alte Mann von ihm dachte. „Ich habe dir eine Frage gestellt. WAS WILLST DU?“

„Ich dachte, dass interessiert dich nicht!“

„Je schneller du sagst was du willst, desto schneller bin ich dich und deine beiden Affen hier los!“

„Du wirst dich wohl gedulden müssen. Ich bespreche keine Geschäftsangelegenheiten in einem Auto!“

„Tut mir leid wenn die Umgebung nicht erhaben genug ist für deine miesen Geschäfte. Ich habe mir das hier nicht ausgesucht!“

Mamoru versuchte an den Griff der Tür zu kommen, wenn es sein müsste würde er auch aus dem fahrenden Auto springen, alles war ihm lieber als in der Gesellschaft seines Großvaters zu sein, doch dieser schlug ihm hart mit seinem Stock auf die Hand: „DU wagst es nicht dich abfällig über mein Geschäft zu äußern. Ich habe sehr hart gearbeitet und aus meinem Leben etwas gemacht. Und das hätte dein Vater..“

„Hör damit auf, ok, ich kann es nicht mehr hören! Der große Chiba Tsutomo von privilegierter, adeliger Herkunft der der Familie noch mehr Ruhm und Reichtum brachte und dies natürlich auch von seinen Söhnen erwartet hat. Doch leider war jeder dieser Söhne eine herbe Enttäuschung...blablabla! Erspar mir das!“

„Nicht nur die Söhne“ schnaubte Tsutomo und blickte aus dem Fenster.

Mamoru schaute ihn an. Er hatte sich verändert. Als er ihn das letzte mal gesehen hatte war er noch größer und kräftiger gewesen, seine Wangen waren jetzt vollkommen eingefallen und von seiner einstigen Statur war nicht mehr viel übrig. Die Jahre hatten eindeutig Spuren an ihm hinterlassen.
Er fragte sich, ob er jemals für den kleinen Mann ihm gegenüber so etwas wie Wärme, Mitgefühl oder Liebe empfunden hatte. Er war sein Großvater, trotz allem, aber er konnte nichts finden. Nur Furcht, Wut und Hass.

„Du bist ein abscheulicher Kerl!“

Den Rest der Fahrt sprach keiner mehr ein Wort.


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Zuerst hatte Seiya überlegt der Limousine zu folgen. Zu Fuß, das wäre allerdings keine so gute Idee, musste er sich eingestehen, und seine Füße schmerzten immer noch von seinem nächtlichen Spaziergang. 
Die Polizei holen. Schließlich war das hier eine handfeste Entführung, denn freiwillig war Mamoru nicht mitgegangen. Doch die beiden schienen sich zu kennen, und es war genauso offensichtlich, dass sie nicht viel füreinander übrig hatten. Der alte Mann und seine zwei Riesen wirkten sehr bedrohlich. Ein bisschen erinnerte ihn die Szene an „Der Pate“. Wer weiß in was für Kreisen Mamoru wohl so herumspazierte. Wie in den meisten Fällen wäre die Polizei da wohl keine Hilfe. Aber eigentlich spürte Seiya auch nicht den Drang Mamoru zu helfen. Sollte der alte Kauz doch mit ihm machen was er wollte, Ideen dafür könnte Seiya ihm zu Hauf liefern. Aber die Sache gefiel ihm trotzdem nicht. Denn ER wollte derjenige sein, der ihm die Dinge antat. Nicht irgendein aller Knacker. Also musst er irgendetwas tun. Wie sollte er bitte Pläne gegen Mamoru schmieden, wenn er nicht wusste wo sich dieser aufhielt und wer sonst noch eine offene Rechnung mit ihm hatte. „So wie der Kerl drauf ist bestimmt viele!“ dachte Seiya. Nicht, dass er tot ist bevor er ihm heimzahlen konnte, was Mamoru Bunny angetan hatte. Er musste einfach mehr über ihn wissen. Willst du deinen Feind zur Strecke bringen musst du seine Schwachstelle kennen, das hatte er früh gelernt. Er brauchte Hilfe, soviel war sicher.
Dann lächelte er. Er wusste, wo er genau die bekommen konnte.


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Die Limousine bog in einen Privatweg ein, die zu einem großen, und sehr alten Herrenhaus führte. Es war ein traditionell japanisches Haus, doch ein Teil war neu hinzugekommen. Man hatte sich bemüht die Architektur des Altbaus zu übernehmen, doch es wirkte unpassend zusammengewürfelt und dunkel. Riesige Bäume standen rund um das Haus und ließen kaum Licht heran. Der Altbau bröckelte schon und gab Holz und grauen Lehm zum Vorschein. Es war kein Ort, an dem man sich wohlfühlen konnte.
Die Limo hielt vorm Eingang und ein schrobiger alter Mann kam, um die Türen zu öffnen.

„Willkommen zurück Master Chiba-San!“

„Jaja…sie erinnern sich an meinen Enkelsohn…“ er deutete nur Richtung Wagen ohne einen Blick zurück zu werfen und ging ins Haus.

Mamoru wollte nicht aussteigen. Er hatte sich geschworen nie wieder einen Fuß in dieses Haus zu setzten. Alles an diesem Ort erinnerte ihn an seine Kindheit, den Tod seiner Eltern und die einsamen Stunden in grausamer Gesellschaft. Er kämpfte mit sich und fühlte wie sein Magen heftigst rebellierte. Wäre er heute morgen doch einfach liegen geblieben und hätte weiter von seiner Bunny geträumt.
Er wusste, dass, egal was jetzt kommen würde, es nichts Gutes sein konnte.


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Es war Pause, Gott sei dank, denn konzentrieren konnte Bunny sich nicht. Egal was sie auch machte, ihre verwirrten Gefühle wollten einfach nicht verschwinden. War sie vor ein paar Stunden noch voller Entschlossenheit gewesen, kam alles ins Wanken als sie Mamoru wiedersah… sie hatte ihm zwar glaubhaft machen können, dass der Vorfall von gestern, sofern es denn überhaupt ein Vorfall war, nichts zu bedeuten hatte, aber völlig überzeugt war sie selber dann doch nicht mehr als sie in der Schule ankam….warum mussten ihre Gefühle ständig Achterbahn fahren, warum konnte sie sich nicht einfach auf eine Sache festlegen?
„Warum muss mein Leben so kompliziert sein?“

„Dein Leben kompliziert?“

„Ja, Minako, mein Leben!“

„Also wenn du das kompliziert nennst….ich bin letzte Woche mit drei Jungs ausgegangen, an einem Tag! DAS ist kompliziert! Also der eine war total süß, also eigentlich waren alle drei total süß, aber der eine, der mit der Brille, der….“

Bunny seufzte. Sie kannte Minakos Liebesabenteuer nur zu gut. Jede Woche ging sie mit zig Jungs aus. Sie war beliebt und wunderschön. Böse Zungen sagten ihr nach sie sei flatterhaft und viel zu leicht zu haben, aber Minako sagte immer, sie würde sich nur alle Optionen offen halten, bis endlich der Richtige vor ihr stehen würde. „Um seinen Märchenprinzen zu finden, muss man nun mal viele Frösche küssen!“ Das war ihr Motto.

Der Richtige, woher soll man bitte wissen wer DER RICHTIGE ist? Was wenn man ihm begegnet, es aber nicht merkt, oder er wird von einem Blitz getroffen? War’s das dann, für immer einsam? Gibt es wirklich nur einen Richtigen oder mehrere. Und wie sollte Bunny das feststellen, wenn sie sich nicht mal einig über ihre eigenen Gefühle war. Sie eigentlich nicht mal wusste, was für Gefühle sie überhaupt hatte. Gott, das Leben war bescheuert.

„AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH“

Der Schulhof war plötzlich still und alle Blicke hingen verschreckt an Bunny, die sich gegen einen Baum fallen ließ und ihren Kopf in ihren Armen vergrub. Sie war schon ein seltsames Mädchen.

„Aber sonst geht es dir gut, oder?“

„Hmnmn hhmm“

„Ah, verstehe!“

„Minako, manchmal bist du keine große Hilfe!“

„Entschuldige, aber ich schreie wenigstens nicht urplötzlich über den ganzen Schulhof!“

Bunny lehnte sich zurück und beobachtete wie das bisschen Licht, dass sich durch die Wolken zwängte mit den letzten goldenen Blättern am Baum spielte, bis der Wind sie packte und durch die Luft wirbeln ließ, ehe sie langsam zu Boden glitten.

„Es wird wohl bald kälter werden!“

„Geht es dir gut Bunny?“ Minako blickte besorgt zu ihrer Freundin. So kannte sie Bunny nicht, Normalerweise sprudelte sie nur so vor Fröhlichkeit, doch heute war sie irgendwie anders. Sie setzte sich neben Bunny und legte ihr eine Hand auf die Schulter:„Hast du irgendwelche Probleme? Ich kann dir bestimmt helfen!“

Bunny antwortete nicht. Was sollte sie auch sagen.

„Jungs?“

Der Wind schnappte sich das nächste Blatt und ließ es kunstvoll zu Boden sinken.

„Weißt du, gerade bei Problemen mit Jungs kenn ich mich super aus!“

Bunny lächelte. Wobei auch sonst!

„Hast du vielleicht Probleme mit Seiya? Habt ihr euch gestritten?“

Bunny schaute Minako an. Gestritten? Nein gestritten hatten sie sich nicht, doch….. “Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, was passiert ist…es ist so..so kompliziert!“ Ein weiteres Blatt wurde vom Baum gefegt und fand den Weg auf Bunnys Rock.

„Aber was ist denn passiert?“

Bunny erzählte ihr von dem gestrigen Vorfall. Das Erzählen fiel ihr nicht leicht. Sobald sie daran dachte, kam das Kribbeln zurück. Den ganzen Tag hatte sie schon versucht dieses Kribbeln endlich aus ihrer Hand zu vertreiben, doch es half nichts. Sie spielte mit einem Blatt, um Minako nicht ansehen zu müssen. Der Duft des Pullovers stieg ihr wieder in die Nase obwohl sie ihn gar nicht mit hatte. Sie hatte ihn zu Hause gelassen und Luna würde wohl immer noch darin liegen und seelig schlummern. Es kam ihr der Gedanke, dass sie ihn Mamoru wiedergeben musste. Nein, sie würde ihn besser bei Motoki abliefern. Noch eine Begegnung mit Mamoru würde sie wohl nicht überstehen.

„Weißt du…?“ Minako versuchte sich vorsichtig auszudrücken. Sie hatte Bunny aufmerksam zugehört und verstand, dass ihre Freundin gerade ein totales Gefühlschaos durchlebte. Sie selbst hatte schon oft in solchen Gefühlsachterbahnen gesessen, zwar war das immer ihre eigene Schuld, aber es war trotzdem jedes mal ein richtiger Kraftakt wieder auszusteigen. Mädchen zu sein war echt kompliziert „ vielleicht hat Mamoru eingesehen, dass euer beider Verhalten recht kindisch war, vielleicht möchte er sich nicht mehr ständig streiten. Du selbst hast doch immer gesagt, dass du auf diese Streitereien keine Lust hast.“

„Ja, weil ICH immer die Leidtragende war! Ihn hat doch nie gestört was ich gesagt habe! Er hat mich doch immer nur ausgelacht. Es hat ihn auch nie gekümmert, wenn das was er gesagt hatte verletzend war.“

„Du hast ihm aber auch nie gesagt, dass du verletzt warst, oder?“

„Nein, warum auch? Er hatte ja beabsichtigt mich zu verletzten, da geb ich ihn doch nicht auch noch die Genugtuung…“

„Bunny, ich glaube nicht, dass Mamoru dich jemals ernsthaft verletzten wollte! Er zieht dich halt nur gerne auf.“

„Ja aber WARUM?“ Genervt vergrub Bunny wieder ihren Kopf zwischen den Armen.

„Du weißt echt nicht was du willst, oder?“ Minako lachte: „Eben beschwerst du dich noch, dass er dich immer ärgert, nun ist er endlich mal nett zu dir und dann ist dir das auch wieder nicht recht. Und wenn er dich dann doch wieder ärgert, willst du das er aufhört. Wer soll denn da mitkommen!“

„Siehst du? Mir geht es nicht anders! Ich komm auch nicht mehr mit.“

„Warum genießt du nicht einfach mal, dass er jetzt nett ist. Wer weiß, vielleicht freundet ihr euch sogar an!“

„Und dann?“

„Was, und dann?“

Bunny zuckte mit den Schultern. Ja, was dann? Die Vorstellung, Sie und Mamoru könnten Freunde sein, war so abwegig, dass sie noch nie einen Gedanken daran verschwendet hatte. Sie hatten doch gar nichts gemeinsam. Er war 4 Jahre älter als sie, reich, gebildet und was war sie? Auch wenn es ihr schwer fiel, sie musste zugeben, dass er mit einigen seiner Gemeinheiten ihr gegenüber Recht hatte. Sie war nicht gerade die hellste, und tollpatschig war sie auch. Sie aß zu viel und trat gut und gerne in jedes Fettnäpfchen das sich ihr bot. Könnten sie beide wirklich Freunde sein?
Etwas in ihr regte sich bei dem Gedanken. Freunde. Ja vielleicht, vielleicht könnten sie tatsächlich Freunde sein, ….doch Bunny fühlte tief in ihr drin, dass dieses Kribbeln nichts mit Freundschaft zu tun hatte.

„Kann es sein, dass du Angst davor hast, mehr für ihn zu empfinden als nur Freundschaft?“

Entsetzt blickte Bunny Minako an. Sie wusste nicht was sie darauf antworten sollte. Sie wollte nicht darauf antworten! Minako hatte genau den Punkt getroffen, über den Bunny sich vehement weigerte nachzudenken, ihn auch nur in Erwägung zu ziehen. Sie wollte es einfach nicht. Warum auch? Es war abwegig, ja total bescheuert. Sie und Mamoru...NEIN…niemals. Das geht nicht. Das geht einfach nicht.  Er war ein Idiot. Nicht mehr und nicht weniger. BASTA! Das warum, war egal. Bevor sie noch weiter darüber nachdachte sprang Bunny auf: „Die Pause ist fast zu Ende, wir sollten wieder rein gehen!“ Sie schnappte sich ihre Tasche und lief Richtung Schulgebäude.

Minako lächelte.

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Es dämmerte bereits, als Mamoru endlich nach Hause kam. Bei der Uni war er nicht gewesen, aber das war jetzt auch egal. Es war alles egal. Er schlug die Tür hinter sich zu und sank zu Boden. Wie konnte das nur geschehen? Warum konnte sein Großvater ihn nicht ihn Ruhe lassen. 
WARUM? Was sollte er jetzt machen? Aber er konnte nichts dafür, er hatte in Panik gehandelt. Gedacht hatte er nicht, nur reagiert. Sein Großvater war dabei gewesen sein Leben zu zerstören. Das konnte er doch nicht einfach so zulassen, oder? Aber, trotzdem….es gab jetzt kein zurück mehr. Er knallte seinen Kopf gegen die Tür: „Gott, sie wird mich umbringen!“

Das Haus hatte sich nicht verändert. Es war immer noch düster und roch nach feuchtem Holz. Renoviert wurde hier ewig nicht. Es hätte Mamoru nicht gewundert, wenn der Brandfleck, den er mit 14 Jahren in die Wand gekokelt hatte, immer noch da wäre. Sein Großvater war geizig, schon immer gewesen. Den einzigen Luxus den er sich gönnte waren seine Zigarren. Limousine und andere Dinge waren Firmeneigentum. Selbst die beiden Gorillas waren Firmeneigentum. 
Er wurde ins Arbeitszimmer seines Großvaters geführt. Es fröstelte ihn. Als Kind hatte er immer Angst vor diesem Zimmer gehabt. Es war ihnen verboten gewesen, dieses Zimmer zu betreten. Nur wenn sie etwas angestellt hatten mussten sie herein kommen und wurden bestraft. Das Zimmer war schon immer das düsterste im ganzen Haus gewesen.

„Setz dich!“ Tsutomo saß hinter seinem Schreibtisch und rauchte eine Zigarre. Doch er war nicht allein im Raum. Sensei Yamamoto, der Mann mit dem Mamoru heute morgen schon das Vergnügen hatte, stand hinter dem Alten. Mamoru setzte sich. Er hoffte, dass, wenn er sich nicht quer stellt, er schneller wieder verschwinden könnte und danach nichts mehr mit seiner Familie zu tun haben braucht. „Also, was willst du?“

Tsutomo nahm einen kräftigen Zug an seiner Zigarre. Er schien es nicht eilig zu haben. Mamoru spürte wie Wut langsam in ihm hochkochte. Sein Großvater wusste genau, dass Mamoru so schnell wie möglich wieder von hier verschwinden wollte. Er genoss es sichtlich seinen Enkel hinzuhalten.

„WAS WILLST DU?“

„Es besteht kein Grund laut zu werden, Chiba-San!“

„Nein, lassen sie ihn nur Yamamoto! Mamoru fühlt sich wohler, wenn er seine gute Erziehung vergessen kann. Dann ist es ganz wie früher, nicht wahr Mamoru?“ der Alte grinste.

Mamoru blickte ihn nur finster an. Irgendwie schaffte es sein Großvater immer, ihm das Gefühl zu geben, ein kleiner Junge zu sein. Tsutomo wusste das.

„Ja, du warst früher oft in diesem Zimmer. Das weckt Erinnerungen!“

„Entweder sagst du jetzt, was du von mir möchtest, oder ich gehe!“ Mamoru war aufgesprungen. Er fühlte sich wirklich wieder wie ein kleiner Junge. Er hatte das Gefühl gefangen zu sein, wie früher, nur er und sein Großvater, und der Stock. Er stand da wo er immer gestanden hatte. Thronte wie eh und je auf der schwarzen Kommode hinter dem Schreibtisch seines Großvaters, so dass jeder der den Raum betrat sofort darauf blickte.
Mamoru schaute zu Boden. Er wollte das nicht. Er wollte das alles hier vergessen. Weg, so schnell er konnte. Sein Hals wurde trocken und er hatte das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Zu viel war hier geschehen. Zu viel um die Wunden jemals heilen zu können. Narben auf der Haut konnten verblassen, die auf der Seele nicht.

„Du wirst nicht gehen!“ Tsutomo räusperte sich nur einmal laut und die beiden bulligen Typen betraten den Raum. „Um genau zu sein, du KANNST nicht gehen!“

„Glaubst du wirklich deine beiden abgerichteten Fiffies hier könnten mich daran hindern zu gehen?“

„Wenn du es ausprobieren möchtest?“ er grinste nur.

„Ich schlage vor, Chiba-san, sie setzen sich wieder! Es bringt Ihnen ja doch nichts!“

Mamoru wusste, dass er gegen die beiden Riesen keine Chance hatte. Doch die Panik und das Gefühl des erneuten ausgeliefert Seins, die Hilflosigkeit die ihn wie nichts anderes lähmte, veranlassten ihn es zumindest zu versuchen. Er hechtete auf die Tür zu, schaffte es sogar einen der beiden im Überraschungsmoment zur Seite zu stoßen, doch der zweite reagierte blitzartig. Ehe er sich versah, lag Mamoru auf dem Boden, fest gekeilt, mit blutender Nase.

„Du bist echt ein Hitzkopf!“ der Alte lachte. Es amüsierte ihn seinen Enkel am Boden zu sehen: „Aber mutig, das muss man dir zugestehen. Den unerschütterlichen Mut des Chiba-Clans trägst du eindeutig in dir. Nur dein Verstand…“, er nahm einen erneut langen Zug aus seiner Zigarre: „…naja, man kann nicht alles haben! Ich denke du wirst nun keine weiteren Fluchtversuche mehr unternehmen!“ er gab den Riesen einen Wink mit der Hand und sie ließen von Mamoru ab.

Mamoru keuchte. Seine Nase tat höllisch weh und blutete. Er setzte sich auf, drehte sich aber nicht zu seinem Großvater um.

„Yamamoto“ Tsutomo deutete dem Sensei an, seinem Enkel ein Tuch zum wegwischen des Blutes zu geben.

„Hier, Chiba-San. Jetzt setzten sie sich wieder hin und hören sie zu!“

Mamoru nahm das Tuch nicht. Er ignorierte Yamamoto-Sensei und setzte sich wieder ohne auch nur einen Blick in Richtung seines Großvaters zu werfen.

„Nun gut! Da wir das nun hoffentlich endlich geklärt haben, kann ich dir ja den Grund deines Besuches nennen!“

„Oh, ich bitte darum“ Mamorus Stimme war voll von Bitterkeit. Gott wie er diesen Mann hasste.

„Du erinnerst dich an unseren Vertrag von vor vier Jahren?“

Mamoru hätte mit allem gerechnet, nur nicht damit. Verdutzt und entsetzt blickte er seinem Großvater in die Augen. Das konnte nicht sein ernst sein.

„Deswegen hast du mich hergebracht? DESWEGEN?“

„Ja, deswegen!“

Mamoru konnte es nicht fassen. All dieses Theater wegen einer Abmachung von vor vier Jahren, die er aus reiner Verzweiflung und nicht einmal mit ehrlichen Absichten gemacht hatte. Sein einziger Wunsch war damals gewesen das Haus seines Großvaters verlassen zu können. Nicht, dass er es nicht schön öfters versucht hatte, einmal schaffte er sogar 6 Monate, aber sein Großvater hatte ihn immer wieder eingefangen. Erst nachdem er diese Abmachung mit seinem Großvater getroffen hatte, konnte er gehen.

„Du erinnerst dich doch daran?“

„Das kann nicht dein Ernst sein?“

„Oh doch, das ist mein Ernst!  Wir haben diesen Vertrag damals abgeschlossen, und du hast dich daran zu halten!“

„Es war kein Vertrag! Es war lediglich eine mündliche Abmachung, von der du genau weißt, dass ich sie nicht ernst gemeint habe!“

„Ob du sie nun ernst gemeint hast oder nicht ist irrelevant. Dieser Vertrag ist wasserdicht und unumstößlich!“

„Welcher Vertrag?“

„Oh, dieser hier!“ Tsutomo hielt Mamoru einen Bogen Papier hin: „Er enthält alle Informationen und Formalitäten unserer „Abmachung“, sowie deine und meine Unterschrift und die von Sensei Yamamoto als Zeugen!“

„Das habe ich nie unterschrieben! Wir hatten eine mündliche Abmachung!“

„Aber deine Unterschrift ist hier drauf!“

„DAS HABE ICH NICHT UNTERSCHRIEBEN!“

„Das habe ich ja auch gar nicht gesagt. Ich sagte lediglich, dass deine Unterschrift hier drauf ist. Und von jedem Gericht dieser Welt würde sie als solche akzeptiert!“ Tsutomo lehnte sich zurück und beobachtete Mamoru ganz genau.

In Mamorus Kopf drehte sich alles. Das konnte nicht wahr sein. Er wusste immer, dass sein Großvater ein mieser Hund war, aber DAS hätte er nicht erwartet. Entsetzt und unfähig etwas zu sagen nahm Mamoru den Vertrag in die Hand. Und da war sie, schwarz auf weiß, seine Unterschrift.

„Wenn du jetzt darüber nachdenkst ihn zu zerreißen wird es dir nichts bringen, es ist nur eine Kopie!“

Mamorus Kopf fühlte sich an als würde er gleich platzen.

„Wie konntest du nur?“ blanker Hass sprach aus seinem Blick.

„Weißt du, ein Mann meiner Position und Stellung kann es sich nun mal nicht leisten ohne Nachfolger dazustehen. Einem würdigen Nachfolger. Dein Onkel ist unfähig, sowie jeder andere in dieser Familie unfähig ist. Nur dein Vater hatte das Potenzial dazu. Er war wahrlich mein Sohn, aber er hat es vorgezogen diese Frau zu heiraten“ er spukte in den Aschenbecher: „eine Fischertochter…“

„Meine Mutter…“

„DEINE MUTTER WAR WERTLOS!“

„Schön, dann bin ich ja wohl auch wertlos!“ genauso fühlte er sich auch. Seit dem Tag an dem er zu seinem Großvater kam bis jetzt. Wertlos.

„DU hast Gott sei Dank mehr von deinem Vater geerbt!“

Mamoru schnaubte nur. Er hatte seinen Vater geliebt, aber gerade in diesem Augenblick verfluchte er ihn.

„Also, unser Vertrag sieht wie folgt aus. DU wirst mein Nachfolger im Geschäft, das heißt die Verlage, die Immobiliengeschäfte, die Banken und die Computerfirmen gehen in deine Hand über. Ebenso die Aktien und das Geld!“

„Ich will dein scheiß Geld nicht!“

„UND, um die Ausbauung und Weiterführung der Geschäfte, sowie den Fortbestand der Familie Chiba zu sichern, wirst du heiraten!“

Entsetzt blickte Mamoru ihn an. Heiraten? Er sollte heiraten? Nein. Das geht nicht. Er konnte nicht heiraten.

„Ihr Name ist Fusuki Sanako. Sie ist Tochter eines Bankiers. Ihre Familie geht sei Generationen im Kaiserpalast ein und aus“

„Wen interessiert das? Ich werde sie nicht heiraten!“ Er konnte keine andere Frau heiraten. Er wollte nur Bunny. Er hatte doch endlich angefangen erste Schritte einzuleiten um ihr näher zu kommen. Nein das ginge nicht. Das wollte er nicht.

„Und ob du sie heiraten wirst!“

„DAS WERDE ICH NICHT! Du kannst mich nicht zwingen!“ Er sprang auf und wollte gehen. Er wusste, diesmal würden die Gorillas ihn nicht aufhalten können, und wenn sie ihm die Beine brechen würden. Er könnte sich selbst aufgeben, er war ja schon fast davor. Sein Leben bedeutete ihm nichts. Aber Bunny würde er nicht aufgeben. Niemals!

„Ich werde sterben Mamoru. Ich habe Lungenkrebs!“

„Schön für dich!“ er war schon fast an der Tür. Er musste hier weg sofort.

„Der Vertrag ist bindend Mamoru!“

„Scheiß auf den Vertrag. Ich habe das Ding niemals unterschrieben geschweige denn vorher gesehen. Was immer du tust, mit der Nummer wirst du nicht durchkommen!“

„Das sehe ich anders! Dir scheint die Tragweite eines Vertragsbruches nicht klar zu sein!“

Mamoru drehte sich um: „Jetzt bin ich aber gespannt! Wie willst du mich denn bitte mit einem gefälschten Vertrag erpressen?“

„Wenn du dich nicht an den Vertrag hältst, werde ich dafür sorgen dass du niemals irgendwo auf der Welt als Arzt oder Wissenschaftler arbeiten kannst. Dein ganzes Studium für dass du so hart gekämpft hast wäre nichts wert.“

„Das bringst du doch gar nicht fertig!“

„Oh doch, du weißt das ich Mittel und Wege habe dein Leben komplett zu zerstören!“

Wäre es nicht so ernst hätte Mamoru jetzt lachen müssen. Sein Leben war doch schon zerstört. Und sein Großvater war zum Größten teil schuld daran.

„Ich hoffe du verstehst mich?“

„Nur allzu gut“ der bittere Geschmack von Galle machte sich auf Mamorus Zunge breit.

„Also, dir bleibt nichts anderes übrig!“

Hilfe. Er brauchte Hilfe. Sein Magen drehte sich immer noch, das Blut seiner Nase schmeckte salzig auf seinen Lippen und sein Schädel würde gleich platzen. Er konnte keinen klaren Gedanken fassen. Nichts. Er war leer.
Er schloss die Augen. Das konnte doch alles hier nicht war sein. Es musste ein böser Alptraum sein und gleich würde er aufwachen, zu Motoki spazieren und seine Odango sehen. Ihre goldenen Haare, ihre blauen Augen, ihre süße Stupsnase, ihren mit Schokolade beschmierten Mund, den sie so süß zusammenzog wenn sie sich ärgerte...
Er öffnete die Augen wieder: „Ich werde deinen Vertrag akzeptieren, bis auf eine Sache. Ich werde diese Frau nicht heiraten!“

„Doch, das wirst du!“

„Nein das werde ich nicht!“ er holte tief Luft: „Ich bin nämlich bereits verlobt! Und ich werde dieses Mädchen bald heiraten!“

„So, tatsächlich? Und wer ist diese angebliche Zukünftige von dir?“

„Sie heißt Bunny. Bunny Tsukino!“


ENDE

Hach....ich verspreche ich werde bald weiter schreiben!!!!!!!!!!!!!

Hoffe es hat euch gefallen?


2013/01/14

Verlibt, Verlobt.... Kapitel 3





Hallöchen, 

ich bin heute extrem müde...hab gestern Nacht die Golden Globe Verleihung geguckt und kaum geschlafen v___v. Und trotz der gefühlten Millionen Werbepausen tue ich es mir doch jedes Jahr wieder an. Jetzt freu ich mich auf die Oscar Verleihung. :D

Deswegen gibt es heute "nur" das 3. Kaptitel meiner FanFiction.
Viel Spaß beim Lesen

Kapitel 3

Bunny war früher wach geworden als es ihr lieb war. Ihre Augen schmerzten und ihr Kopf dröhnte fürchterlich. Vorsichtig stand sie auf und betrachtete sich im Spiegel. Sie hatte Ringe unter den Augen, ihre Haare, die sie vergessen hatte aus den Haarknoten zu lösen, hingen wild in alle Richtungen.
Schleppend ging sie zum Fenster und öffnete die Vorhänge. Grau, der ganze Himmel war grau. Ein trauriges Lächeln entwich ihr: „Wie passend!“.
Sie setzte sich wieder aufs Bett und blickte auf ihre schwarze Katze Luna, die sich in Mamorus Pullover gekuschelt hatte und schlief. Selbst ihrer Katze gefiel der Geruch.
Immer noch konnte sie das Kribbeln in ihrer Hand spüren. Und auch die Verwirrung ihrer Gefühle hatte nicht aufgehört. Sie verstand es einfach nicht. Was war geschehen? Warum hatte Mamoru sich plötzlich so anders verhalten. Warum hatte es ihr gefallen? Und warum konnte sie nicht aufhören an ihn zu denken? Doch sie schämte sich auch. Schämte sich dafür, dass sie Seiya zurückgewiesen hatte, dass sie geweint hatte ohne überhaupt zu wissen warum, ihm nicht vertraut hatte. Aber wie hätte sie ihm erklären können was passiert ist, wenn sie es selbst nicht mal wusste.
Luna streckte sich, stieß ein Gähnen aus und drehte sich wieder um. Bunny nahm ihre Schuluniform und ging aus ihrem Zimmer. Eine kalte Dusche würde ihr jetzt sicherlich weiterhelfen. Sie schlürfte an ihrer verwunderten Mutter vorbei, die es noch nie erlebt hatte, dass ihre Tochter einmal so früh aufstehen würde und ging ins Bad. Das kalte Wasser erfrischte Bunny ungemein und sie fühlte sich wieder Herr ihrer Sinne, einigermaßen zumindest. Als Bunny aus dem Bad kam, wortlos ihr Frühstück aß und zum noch größeren Erstaunen ihrer Mutter, rechtzeitig das Haus verließ, faste sie einen Entschluss. Sie würde nicht zulassen, dass Mamorus seltsames Verhalten sie noch weiter verwirrte und ihr Verhalten gegenüber Seiya negativ beeinträchtigte. Sie wollte nicht, dass sich etwas zwischen ihr und Mamoru und auch zwischen ihr und Seiya änderte! Es war alles gut so, genauso wie es war! Gestärkt durch diesen Entschluss fand sogar ein Lächeln zurück auf Bunnys Lippen.

Mamoru hätte sich in den Hintern beißen können! Nachdem er seine Wohnung fluchtartig verlassen hatte und seinen alten Sensei ohne ein weiteres Wort hatte stehen lassen, fiel ihm auf, dass es erst kurz nach 6 war. Seine erste Vorlesung war erst in drei Stunden und er hatte alle seine Unterlagen zu Hause liegen lassen. Aber sofort zurückgehen konnte er nicht. Wahrscheinlich würde der Sensei noch vor der Tür stehen und warten. Er könnte in die Spielhalle gehen, aber dann würde Motoki wissen wollen, warum er so früh schon unterwegs war. Und das letzte worauf Mamoru jetzt Lust hatte waren weitere Diskussionen mit Motoki. Und erst recht über ein so negatives Thema, wie seine Familie. Also schlenderte Mamoru umher.

Nach eineinhalb Stunden war Mamoru der Meinung, es sei nun sicher genug sich wieder auf den Heimweg zu machen, doch plötzlich erblickte er Bunny. Sie war auf dem Weg zu Schule und auch wenn sie müde und etwas angespannt wirkte, so umspielte doch ein Lächeln ihre Lippen.
Mamorus Herz machte einen kleinen Sprung. Er hatte nicht damit gerechnet sie so schnell wieder zu sehen und freute sich plötzlich darüber, dass sein Großvater ihn heute morgen schon belästigt hatte. Er wechselte die Straßenseite und winkte Bunny zu.

Bunnys Herz blieb stehen. Da stand er und winkte ihr freudig zu. Er lächelte und es schien ihr so als würde er sich wahnsinnig freuen sie zu sehen. Bunnys Hand fing wieder an merklich zu kribbeln und all die Entschlossenheit, die sie eben noch so aufgemuntert hatte, war aus ihr gewichen. Sie fühlte sich klein und elend. Was sollte sie nun tun? Auch Lächeln und riskieren das alles nur noch verwirrender für sie wurde. Ihn fragen warum er so anders war? Doch was würde er antworten? Sie merkte, dass die mögliche Antwort auf diese Frage sie noch mehr ängstigte als alles andere.

Mamoru kam näher.

Bunny blickte runter auf ihre Hand. Das Kribbeln wurde immer stärker. Sie schloss die Augen und hielt die Luft an. Dann blickte sie wieder hoch. Sie hatte ihre Entschlossenheit wiedergefunden. Sie würde nicht zulassen, dass ihr Leben, besonders ihr Gefühlsleben, dermaßen aus den Fugen geriet.
Mamoru blieb erschrocken stehen, als er Bunnys entschlossenem Blick sah. Ihr Lächeln war verschwunden und etwas in ihm verkroch sich in der hintersten Ecke. Immer noch lächelnd, doch vorsichtig sprach er Bunny an: „Guten morgen Bunny! Wie…wie geht es dir? Hast du gut geschlafen?“

Bunny antwortete nicht. Der Duft von Mamoru schoss ihr in die Nase und ließ ihre Willenskraft wanken. Er roch so wahnsinnig gut…Aber sie hatte sich entschieden: „Ich wüsste nicht, was es dich angeht, BAKA, wie ich geschlafen habe! Also lass mich gefälligst in Ruhe!“ sagte sie kühl und möglichst distanziert.

Angewurzelt stand Mamoru da. Die Härte und Kühle ihrer Stimme lief wie ein kalter Schauer über seinen Rücken. Sie sah nicht mehr zu ihm rauf sondern setzte ihren Weg hastig fort.

Er hätte es besser wissen müssen. Alles was gestern geschehen war, war nichts weiter als….als…eine glückliche Laune in Mamorus Leben! Er hätte wissen müssen, dass Bunny in ihm niemals mehr sehen könnte…mehr als nur den Idioten Mamoru.


„Und nun?“ Mamoru lehnte sich an eine Mauer und ließ sich zu Boden gleiten. Es war schon komisch wie er innerhalb von 24 Stunden die unterschiedlichsten Gefühle auf und ab fuhr. Auf Freude folgte Schmerz…und dann wieder Freude, dachte er sich.
Er könnte doch nicht einfach so aufgeben. Was hatte er denn erwartet? Dass sie ihm gleich in die Arme fällt und ihm ihre Liebe schwört, nur weil sie für eine halbe Stunde so etwas wie ein freundschaftliches Gespräch geführt und zusammen gelacht hatten? Er war wirklich dumm. Ein Mädchen wie Bunny erobert man nicht einfach nur dadurch, dass man einmal nett zu ihr ist. Schließlich ist er seit zwei Jahren so gut wie nie nett zu ihr gewesen. Es musste ihr zeigen, dass er es durchaus wert sein konnte sich näher mit ihm zu beschäftigen. Zumindest hoffte er das. Er musste einen Weg finden…nein er würde einen Weg finden!
„Du musst wirklich noch eine Menge lernen, Mamoru!“ lachte er.

Lange blieb Seiya nicht mehr in der Spielhalle.
Mamorus Freund hatte sich seiner Kundschaft zugewendet und ihn allein an der Theke sitzen lassen. Die Wut in Seiya köchelte vor sich hin und er fragte sich, wie lange es wohl dauern würde, bis Mamoru auftauchen würde. Er hoffte, er würde kommen bevor er alt und grau war. Die Art wie der Blonde noch mal zurück geschaut hatte, gefiel ihm nicht. Wahrscheinlich würde er Mamoru anrufen und ihm sagen, dass er heute besser nicht in die Spielhalle kommen sollte. Aber Seiya würde warten! Mamoru sollte alles zurückbekommen wenn es soweit war. Er übte sich in Geduld.
Seiya ließ seinen Blick durch die Spielhalle schweifen. Viele Besucher schienen Stammgäste zu sein, die sich noch vor der Arbeit ein wenig dem Vergnügen hingeben wollten. Seiya fiel auf, dass die Spielhalle und das angeschlossene Café sehr sauber und freundlich war. Er hatte schon Spielhallen gesehen, die weitaus düsterer und dreckiger waren. Allerdings waren diese auch in Stadtvierteln, die man besser nicht betreten sollte. Doch Seiya liebte die Herausforderung und er hatte schon manch nettes Sümmchen beim Pokern oder noch dubioseren Wetten gewonnen. Für einen feinen und arroganten Herrn wie Mamoru war so etwas bestimmt nichts. Schade eigentlich, er hätte sich gerne auf diesem Gebiet mit ihm gemessen bevor er ihm den Hals umdreht. Es war zwar ganz und gar nicht Seiyas Art auf jemanden zu treten der am Boden lag, doch bei Mamoru würde er eine Ausnahme machen.
Weiter ließ er den Blick durch die Spielhalle schweifen. Plötzlich fiel ihm ein Stück Papier auf, dass hinter der Theke an die Wand geheftet war. Ein schneller Blick Richtung Mamorus Freund, der gerade nirgends zu sehen war und Seiya hüpfte über die Theke. Er wusste nicht warum ihn der Zettel so interessierte. Bestimmt hatte der Blonde nur eine Nachricht für einen Kollegen oder ne offene Rechnung an die Wand geheftet. Vielleicht war es auch nur ein Erinnerungszettelchen, doch ihm war nicht der Blick entgangen den Mamorus Freund in genau diese Richtung geworfen hatte.
Seiya nahm den Zettel und las. Die Wut auf Mamoru ebbte ab um gleich darauf noch größer zu werden. Er war verliebt in Bunny! Was bildetet sich dieser Kerl eigentlich ein! Seiya kannte Bunny nun seit etwas mehr als einem Jahr und von Anfang an hatte er erlebt wie gemein und gehässig Mamoru gegenüber Bunny gewesen war. Er hatte oft genug die Chance gehabt sie endlich mal so zu behandeln wie sie es verdiente, jetzt hatte er kein Recht mehr der dazu! Seiya warf all seine Pläne wieder über den Haufen. Er musst sich was neues einfallen lassen. Er würde Bunny nicht einfach so hergeben. Er liebte sie, das wusste jeder. Doch sein derzeitiges Star-Dasein ließ ihm nicht die Möglichkeit dazu. Aber bevor er sich an die Schmiedung neuer Pläne machte, musste er wissen was gestern passiert war.
Er schnappte sich den Zettel, legte ein wenig Geld auf die Theke und verschwand in die Richtung von Bunnys Haus.

Mamoru saß immer noch auf dem Boden und dachte nach. Er hatte nicht viel Erfahrung mit Mädchen. Sicher, eine Menge Mädchen waren hinter ihm her gewesen, ohne dass er genau wusste warum und interessiert hatte es ihn auch nie, doch sie waren eh alle nur oberflächlich an ihm interessiert. Und sowieso waren es alles Mädchen vom gleichen Schlag gewesen. Hübsch, fleißig, nett, von eher zurückhaltendem Wesen und irgendwie alle gleich langweilig und angepasst (bis auf eine, die dermaßen hinterlistig und penetrant war, dass Mamoru sie aus lauter Belustigung über so viel Engagement und Eifer zu einem Eis einlud). Doch das war es nicht was er wollte. Er wollte ein Mädchen, dass anders war. Spontan, frech, unkonventionell und einzigartig. Und Bunny war genau das! Vom ersten Moment an, als sie ihn mit vor Wut brodelnden Augen ansah und ihm die wüstesten Beschimpfungen an den Kopf warf (ohne Grund, wie er fand^^) , wusste er: Sie oder keine! Leider wusste sie das nicht…noch nicht.

Während Mamoru noch so grübelnd auf dem Boden saß und in den Himmel starrte, merkte er nicht, wie eine schwarze Limousine in die Straße einbog. Erst als der Wagen direkt vor ihm stand, anhielt und die hintere Wagentür aufsprang blickte er runter.
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Seiya hatte keinen Erfolg bei den Tsukinos gehabt. Bunny war schon auf dem Weg zur Schule. Ungewöhnlich wie er fand. Doch nach ihrem gestrigen Zusammenbruch, für den zweifelsohne Mamoru der Grund war, und er würde dafür büßen!, hatte sie wohl kaum gut geschlafen. Bunnys Mutter wollte ihn schon zum zweiten Frühstück einladen, doch Seiya wollte nicht. Er konnte nicht tatenlos rum sitzen während er genauso gut Pläne schmieden und einleiten konnte. Er kannte genug Leute die ihm bei den zwielichtigsten und fragwürdigsten Sachen helfen würden. Irgendwie war er froh, dass sowohl Bunny als auch seine Fans nicht wussten in was für Gegenden ihn seine Abenteuerlust, oder wie sein Bruder Taiki immer sagte „Hang zum Tode“, führte. Zuerst jedoch wollte er Bunny an der Schule abpassen. Sie musste ihm einfach sagen, was genau passiert war.
Er verabschiedete sich von Bunny’s Mutter mit dem Versprechen ein anderes Mal gerne zu bleiben und machte sich auf den Weg zu ihrer Schule. Als er auf dem Weg um eine Ecke bog, sah er plötzlich Mamoru auf dem Boden sitzen und den Himmel anstarren. Der Idiot hatte echt Nerven.
Eigentlich wäre es Seiya nun doch lieber gewesen er wäre ihm nicht allzu bald begegnet. Schließlich hatte er viel vor mit dem Mistkerl. Doch wenn es nun mal jetzt so war, würde er Mamoru nicht davon kommen lassen. Wieder spürte Seiya eine höllische Wut in sich aufsteigen. Sein Puls pochte heftig und seine Augen wurden schwarz vor Zorn. Er ballte die Faust und machte ein paar Schritte auf Mamoru zu, doch plötzlich tauchte eine schwarze Limousine auf und hielt direkt vor Mamoru. Seiya blieb stehen.

Die Tür der Limousine öffnete sich und ein alter Mann mit Krückstock stieg, leicht wackelig doch würdevoll, aus dem Wagen. Seiya sah wie der Mann zu Mamoru runter sah und etwas sagte. Er konnte den Blick des Mannes sehen. Seine Augen waren kalt und spöttisch und doch schien es Seiya, als würde er durch Mamoru hin durchblicken. Mamoru blickte den Mann nicht an. Er antwortete nur kurz und knapp, stand auf und wollte sich zum Gehen umwenden. Der alte Mann hielt ihn fest. „DU WIRST TUN WAS ICH DIR SAGE! UND JETZT STEIG EIN!“
Seiya war überrascht. Die Stimme des Alten war kräftig und herrisch. Ihm gefiel es, dass Mamoru von einem alten Knacker zur Schnecke gemacht wurde. Auch wenn dieser Knacker, trotz seines hohen Alters (er schätze ihn auf ca. 100) eine Kraft und Würde ausstrahlte, wie er es noch nie erlebt hatte. Doch auch Kälte, Zorn und Unberechenbarkeit ging von ihm aus. Seiya war sich sicher, dass er sich mit einem Mann wie diesen nicht anlegen wollte.
Mamoru schien das Ganze nicht sehr zu beeindrucken. Er lößte die Hand des Alten und stieß ihn leicht zur Seite: „ES INTERESSIERT MICH NICHT WAS DU WILLST! GEH UND LASS MICH ENDLICH IN RUHE!“ Mamorus Stimme war genauso kraftvoll, das musste Seiya zugeben. Er blickte Mamoru an und auch Mamoru sah in Seiyas Richtung, ohne ihn wirklich zu sehen. Erschrocken erkannte Seiya Wut, Enttäuschung und tiefe Verletzung in Mamorus Augen. Und eine Einsamkeit, die ihm eiskalt den Rücken runter lief. So hilflos wie Mamoru aussah tat er ihm fast leid.
Mit einem kurzen Wink deutete der Alte jedoch nur kurz in Richtung Wagen und zwei große, bullige Männer stiegen aus. So schnell wie er gepackt wurde konnte Mamoru gar nicht reagieren. Die beiden Männer nahmen ihn, jeder an einer Seite, und zerrten ihn ohne große Umschweife ins Auto. Der alte Mann stieg ebenfalls ein und der Wagen fuhr los, vorbei an Seiya.
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Ende Kapitel 3


2012/12/19

Verliebt, Verlobt, .... Kapitel 2





Hallo Zusammen!

Wie geht es euch? Auch schon in Weihnachtsstimmug? Ich hab gerade alle Geschenke verpackt, jetzt kann ich die restliche Zeit genießen. Am Freitag wird gebacken...freu mich schon ^o^

Heute geb ich euch das zweite Kapitel meiner alten Fanfiction zu lesen. Hoffe es gefällt euch und ihr hinterlasst mir ein paar Kommis 


Kapitel 2



Müde und erleichtert endlich zu Hause zu sein, schloss Mamoru die Tür hinter sich zu. Es war bereits kurz vor Mitternacht und er musste morgen früh raus.



Nachdem Bunny verschwunden war und Motoki leider seine Sprache wiedergefunden hatte, hatte er Stunden damit verbracht mit seinem Freund zu diskutieren. Zuerst wollte Motoki wissen, warum Bunny seinen Pullover getragen hatte. Er hatte ein etwas schelmisches Lächeln auf den Lippen bei dieser Frage und Mamoru hätte ihm dafür am liebsten den Hals umgedreht. Er erklärte ihm die ganze Geschichte, mit einigen Abwandlungen, die, so fand Mamoru, Motoki nicht zu interessieren bräuchten.



„Das ist ja alles gut und schön, mein Freund, aber das erklärt nicht, wie es plötzlich dazu gekommen ist, dass du ihr hilfst, ihr deinen Pullover gibst, mit ihr lachst, sie BUNNY nennst?!?!?!“ Motoki zog eine Augenbraue hoch und versuchte im Gesicht seines Freundes zu lesen. Doch schon vor Jahren war ihm klar geworden, dass man aus Mamorus Gesicht nie etwas erfahren konnte. Er beherrschte sich und seine Emotionen perfekt.



„Was ist daran so ungewöhnlich? Hättest du ihr nicht geholfen?“



„Natürlich hätte ich das, aber ich mag Bunny ja auch sehr gern. Du weißt das sie so etwas wie die kleine Schwester für mich ist, die ich niemals hatte!“



„Motoki, du hast eine Schwester!“



„Naja, aber ich würde lieber tauschen!“ schnell duckte sich Motoki, denn er befürchtete seine Schwester Unazuki, die auch in der Spielhalle arbeitete, könnte ihn gehört haben. Doch sie war zur Zeit zu beschäftigt bei einem Gast, der sein ganzes Essen um geschmissen hatte.


„Das erklärt aber nicht, wieso Du ihr geholfen hast. Du, der noch vor gut zwei Stunden hier saß und versucht hat mir weiß zu machen, dass Bunny Tsukino ihn nicht im geringsten interessiert. Ich frage dich also, warum hast du ihr geholfen?“



„Ich habe nie gesagt, dass Bunny mich nicht interessiert!“



„Momentchenmal, du sagtest Sachen wie, ich zitiere ` Was geht’s mich an´ oder so was! Hä…was sagste dazu?“



„Ich habe aber nicht wortwörtlich gesagt, dass sie mich nicht interessiert oder ich sie nicht mag!“ langsam wurde Mamoru wütend. Er hatte keine Lust das ganze Spielchen nochmal zu spielen. Der Tag war so schon anstrengend und zugleich aufregend genug gewesen. Noch nie hatte er solange friedlich mit Bunny in einem Raum verbracht, noch nie hatte sie mit ihm gelacht oder ihm überhaupt mal ein Lächeln geschenkt. Sie hatten sich tatsächlich richtig unterhalten und beide, so schien es ihm, hatten es genossen. Er spürte noch die Wärme ihrer Hand in seiner und sah den Ausdruck auf ihrem hübschen Gesicht, als er sie `Bunny´genannt hatte.



„Ich versteh dich einfach nicht...ehrlich nicht! Könntest du dich endlich entscheiden was du eigentlich willst! Du würdest dich echt besser fühlen, wenn du’s einfach zugeben würdest!“



„Du meinst DU würdest dich dann besser fühlen!“ grinste Mamoru.



„JA, ich würde mich viel besser fühlen! Also……?“



„Das ist nicht so einfach, Motoki.“



„Ach nein? Moment!“ Motoki verschwand im Hinterzimmer der Spielhalle und kam mit einem Zettel und einem breiten Grinsen im Gesicht wieder. „So, nun lies das vor, was hier auf dem Zettel steht!“ immer noch grinsend schob Motoki Mamoru den Zettel zu.



Mamoru nahm den Zettel, las ihn erst leise durch und strafte Motoki mit einem mörderischen Blick.



„Los, lesen! Es ist ganz einfach!“ Das Grinsen in Motokis Gesicht wurde immer größer!



„Vergiss es!“



„Sei kein Spielverderber! Glaub mir, du wirst dich echt besser fühlen! Jetzt lies schon!“



Mamoru blickte nochmals auf den Zettel und begann vorzulesen: „Ich, Chiba Mamoru, gebe hiermit nach 2 langen Jahren und etlichen abgestorbenen Nervenzellen meines BESTEN Freundes,Furuhata Motoki, der sich immer um seine Freunde kümmert, großmütig und liebenswert…Sag mal an Selbstwertgefühl mangelt es dir überhaupt nicht oder?“



„Laber nich, les weiter!“


„blablabla, liebenswert ist…zu, dass ich in Tsukino Bunny…“, sein Hals wurde trocken und die Hitze in seinem Innern drohte ihn zu verbrennen, aber er konnte jetzt nicht aufhören. Motoki hatte Recht. Es würde ihm viel besser gehen, wenn er es einmal laut ausgesprochen hatte, „ dass ich…“, noch einmal atmete er tief ein und schloss die Augen, „ Ich liebe Bunny!“



Es war draußen. Er hatte es gesagt und nichts auf der Welt konnte es wieder rückgängig machen! Sein Hals war immer noch trocken und die Hitze loderte weiter in seinem Innern, doch die wohlige Wärme, die sich in ihm auszubreiten begann, zauberte ein Lächeln auf seine Lippen.



Motoki riss ihm den Zettel aus den Händen, nahm eine Reißzwecke und hing ihn an die Wand: „ Du hast zwar meinen Text verändert“, sagte er mit gespielter Enttäuschung, „aber die Botschaft ist rübergekommen!“ Er strahlte nun über beide Ohren. Wie lange hatte er auf diesen Tag gewartet! „Und, wie fühlst du dich jetzt?“



„Besser!“ gab Mamoru ehrlich zu und bedankte sich im Stillen bei seinem Freund, dass er ihn dazu gezwungen hatte. Auch wenn sein Geständnis nur im Beisein Motokis stattgefunden hatte und das noch lange nicht hieß, dass er es in Bunnys Gegenwart wiederholen würde, geschweige denn zu glauben sie könnte, trotz allem was heute geschehen war, auch nur in Erwägung ziehen ihn zu mögen, so war doch ein großer Stein von Mamorus Herzen geplumpst.



„Das freut mich! Und nun geb ich dir einen aus! Was hättest du denn gern?“



„Alles, nur keinen Kaffee!“ lachte Mamoru und Motoki stimmte ihm zu.



Bunny war, nachdem sie aus der Spielhalle gestürmt war, nicht wieder auf das Familienfest zurückgegangen. Vermissen würde sie dort sowieso niemand.

Ihr war immer noch warm, doch sie war sich nicht ganz sicher woran das lag. Sie ließ sich auf einer Parkbank nieder und betrachtete ihre Hand. Immer noch spürte sie seine feste Hand um ihrer und es kribbelte seltsam. Was war eigentlich heute geschehen? Bunny versuchte sich zu erinnern, so als ob alles schon lange her war.

Auf dem Weg nach Hause sah sie Mamoru wie er an einer Hauswand lehnte und mit der Faust gegen die Mauer schlug. Erschrocken davon, war sie auf ihn zugegangen und wollte ihn fragen, was los sei. Auch wenn Mamoru Baka ein Idiot war und sie immer nur ärgerte, so konnte sie an keinem vorbei gehen, der hilfebedürftig aussah. Und Mamoru sah in diesem Moment sehr hilflos aus. Er hatte sich erschrocken, als sie ihn ansprach und war gestolpert. Bunny musste grinsen. Es sah aber auch zu komisch aus den `großen´ Mamoru so auf dem Boden hocken zu sehen und dann….ja was war dann eigentlich.

Er hatte erst einen typischen Streit angefangen, doch dann änderte sich sein Blick, seine Haltung, seine Stimme. Er war fast so was wie freundlich, er hatte ihr geholfen und sie nicht ausgelacht. So kannte sie ihn gar nicht…es hatte ihr fast Angst gemacht. Für einen Moment glaubte sie einen anderen Mamoru vor sich zu haben. Doch dann hatte er ihre Hand genommen…wieder blickte sie auf ihre Hand. Das Kribbeln wurde stärker und sie schüttelte sie um das seltsame Gefühl los zu werden.

Sie hatten gelacht zusammen, sich unterhalten, und sie trug immer noch seinen Pullover! Sie kuschelte sich tiefer in den Stoff. Der Duft war immer noch nicht verflogen. Sie mochte diesen Duft, der so nach..nach ..Mamoru roch.

Ihr war noch nie aufgefallen wie gut Mamoru duftete. Und auch nicht das man sich gut mit ihm unterhalten konnte. Vielleicht musste sie ihr Bild von ihm überdenken? Vielleicht war er gar nicht der Idiot, wie sie immer geglaubt hatte. „Vielleicht steckt ja mehr in ihm als es den Anschein hat?“



-„In wem steckt mehr als es den Anschein hat?“



Erschrocken fuhr Bunny hoch bei der ihr vertrauten Stimme und blickte einem jungen Mann direkt in die blauen Augen. „Seiya? Was machst du denn hier?“



„Tja, Schätzchen, ich hab Urlaub!“



„Urlaub? Wie kann man denn vom Berühmt-sein Urlaub machen?“



„Ich mache Urlaub vom Showbusiness und nicht vom Berühmt-sein, du Dummerchen! Wenn das möglich wäre, wäre ich der glücklichste Mensch auf der Welt!“ lachte Seiya, dann ließ er sich neben Bunny auf die Bank fallen.



„Wie lief denn die Tour?“



„Gut…es war gut! Hat Spaß gemacht und wir haben viele neue Fans gewonnen!“


„Das freut mich für euch!“ lächelte Bunny, ihr Blick jedoch war abschweifend.



„Wie lief es hier so?“



Bunny hörte ihn nicht, sie starrte nur gedankenverloren nach unten.



„Bunny? Hörst du mich?

„Was? Oh ja, entschuldige. Es freut mich, wenn eure Tour gut gelaufen ist!“



Seiya sah sie verdutzt an. Seit wann hörte Bunny nicht mehr zu, wenn man sich mit ihr unterhielt? Irgendetwas schien sie zu beschäftigen.



„Also,…von was hattest du denn gerade gesprochen als ich kam?!“ Seiya schaute Bunny von der Seite an.



Sie hatte gehofft, er hätte es schon vergessen, nun schaute sie beschämt zur Seite: „Ich hab nur……“, wieso fühlte sie sich ertappt? Seiya war ein sehr guter Freund, sie brauchte keine Geheimnisse vor ihm zu haben. Schon oft hatte sie bei ihm all ihren Ärger über Mamoru raus gelassen. Und jedes mal hatte er ihr tatkräftig mit neuen lustigen Namen für ihn zur Seite gestanden. Häufig genug sind sie zusammen über Mamoru hergezogen, jetzt schämte sie sich dafür! Sie konnte Seiya nicht sagen, dass sie Mamoru jetzt mit anderen Augen sah und in ihr der Wunsch aufkeimte ihn näher kennen zu lernen. Sie konnte ihm nicht sagen, dass der erste Schritt in diese Richtung heute gegangen wurde.



„Schätzchen? Noch da?“



„Ja, ich…ich häng nur meinen Gedanken nach! Du kennst mich doch!“ sie versuchte ein für sie typisch sorgenfreies Lächeln hinzubekommen, doch es klappte nicht.



„Bist du sicher, dass alles ok ist?“ besorgt griff er nach Bunnys Hand.



„NEIN…“ Bunny schrie und zog reflexartig ihre Hand weg. Sie wusste selbst nicht warum und sah verwirrt auf ihre Hand und dann auf Seiya. Vor Schreck war er von der Bank aufgesprungen und schaute sie entsetzt an.



„Tut...tut mir leid! Ich wollte nicht…ich hab…ich…“ Bunny stammelte und sah verschämt auf den Boden. Was war los mit ihr? Wieso wollte sie nicht, dass Seiya sie berührt? Oder wollte sie nur nicht, dass er die Hand hielt die Mamoru gehalten hatte? Verstört blickte sie wieder auf ihre Hand. Das Kribbeln hatte nicht aufgehört.



„Schätzchen?“ er kniete sich vor ihr hin, nachdem er den Schock überwunden hatte. Sorge machte sich auf seinem Gesicht breit. So hatte er Bunny noch nie gesehen. Sie wirkte verstört und das war so gar nicht ihre Art.

„Was ist los? Wir sind doch Freunde, erzähl es mir, bitte!“ ganz vorsichtig griff er erneut nach ihren Händen. Diesmal lies sie es zu ohne auch nur zu zucken. Seiya streichelte sanft über ihre Hand und versuchte ihr in die Augen zu sehen, doch sie sah weg.



Tränen bildeten sich in ihren Augen und sie wusste nicht wieso. Vor ein paar Stunden war alles noch normal gewesen. Sie war auf dem Fest gewesen, alle waren lustig und der letzte an den sie hatte denken wollen, war Mamoru. Wieso hatte er sich so merkwürdig verhalten, so ganz anders? Wieso konnte er nicht so gemein sein wie immer? Wieso kribbelte es überall in ihr?



Vorsichtig zog Seiya ihr Gesicht zu sich, um ihr in die Augen zu sehen. Die Tränen in ihren Augen entsetzten und verunsicherten ihn zugleich. Was war passiert? „Bunny?“



Sie schluchzte einmal laut und fiel Seiya dann weinend in die Arme. Sie wusste nicht wieso sie weinte, wieso sie so unendlich traurig war. Sie war verwirrt und geschockt über ihre Reaktion, als Seiya sie berührte und wünschte sich nun nichts sehnlicher als sich in ihrem Bett zu verkriechen.



Seiya wusste nicht was er tun sollte. Das heulende Elend in seinen Armen schien ein vollkommen anderes Mädchen zu sein, als sein Schätzchen: „Bitte Bunny, sag doch was passiert ist? Warum weinst du so?“ Ihm selbst steckte ein dicker Klos im Hals und er hoffte inständig sie würde aufhören zu weinen. Es brach ihm das Herz.



Bunny konnte nicht sprechen, sie wollte es erklären…sie wollte sagen was los war, aber sie wusste es selber nicht. Das Einzige was sie hervorbrachte war: „Mamoru…!“



Mamoru hatte die letzte Nacht kaum geschlafen. Trotzdem fühlte er sich so ausgeruht wie schon lange nicht mehr. Das `offizielle´ Eingeständnis, dass er Bunny liebte schien einen neuen Menschen aus ihm gemacht zu haben. Fröhlich summend bereitete er sich eine heiße Tasse Tee zu. Von Kaffee hatte er erst einmal genug.

Er schaltete den Fernseher an, Nachrichten liefen, und setzte sich an seinen Tisch um noch ein paar Aufzeichnungen für die heutigen Vorlesungen durchzublättern. Jedoch konzentrieren konnte er sich nicht. Ständig kreiste ihr Gesicht durch seinen Kopf und lies ihn keinen klaren Gedanken fassen. „Wenn das so weiter geht, kann ich mein Studium abschreiben…“ lachte Mamoru nicht wirklich betrübt darüber und schlug seine Aufzeichnungen wieder zu. Er würde irgendwann auch mal wieder normal werden, wenn die Hormone in ihm aufgehört hatten zu hüpfen. Doch in Moment schien das weniger der Fall zu sein. Mamoru ertappte sich sogar dabei, wie er, für ihn an sich total kitschigen Fragen nachhing wie, würde er sie heute sehen, was würde er sagen, wie würde sie reagieren? Ob sie sich freut ihn wiederzusehen? Er stand auf, schüttelte den Kopf und ging ins Badezimmer. Sein Spiegelbild grinste ihm entgegen, wie ein besonders großes Honigkuchenpferd: „Hör auf damit! Schön, du liebst sie, aber das weißt du nicht erst seit gestern! Also hör auf so zu grinsen! Na und, Motoki weiß es jetzt auch! Er hatte es eh schon vorher gewusst….geahnt…wie auch immer! Also warum grinst du so! Nur weil du sie liebst heißt das noch lange nicht, dass sie dich jemals lieben wird!“ Auch das half nichts. Das dämliche Grinsen wollte einfach nicht verschwinden.

Er betrat wieder das Wohnzimmer und wollte gerade seine Jacke anziehen als es an der Haustür klingelte.

Den ersten Gedanken, es könnte Bunny sein, verwarf Mamoru sofort wieder. Er öffnete die Tür um zu sehen, wer ihn so früh morgens schon sehen wollte. Doch am liebsten hätte er sie gleich wieder zugeschlagen.

Vor ihm stand ein älterer vornehmer Herr im Anzug, mit leicht gräulichem Haar und grünen Augen. Seine Haltung war vom Alter her gebeugt, doch man sah noch deutlich, dass er mal ein Mann von Kraft und enormer Statur gewesen war. Allein schon die Erscheinung verhieß Mamoru nichts Gutes. Er kannte den Mann und jedes mal wenn er ihn sah wünschte er, dass es nicht so wäre.



„Guten Tag, Master Chiba-san!“ antwortete der Herr mit alters gegerbter Stimme. Die Tonlage in die er sprach ließ erkennen, dass er einmal eine sehr kräftige und unbezwingbare Stimme hatte, „ Wie geht es Euch?“



„Danke, gut!“ Mamoru machte nicht einmal den Anschein als wäre er erfreut den Mann zu sehen und ganz bestimmt würde er ihn nicht herein lassen! Er wollte auch nicht wissen, was er hier wollte. Am liebsten wäre es ihm, er würde einfach wieder gehen. 
 

Der Mann schien zu wissen was Mamoru dachte und lächelte ihn an. „Wie ich sehe seit ihr immer noch der Alte, Master Chiba-san!“



„Was wollt ihr?“



Der Mann hatte erwartet, dass Mamoru so reagieren würde. Er hatte jedes mal so reagiert. Da hatte der Junge die exklusivste Erziehung genossen, die in diesem Land möglich war und er vergaß sie ständig, wenn er auf jemanden seines Clans traf.



„Ich soll Euch dies hier von Eurem Großvater überreichen!“



„Ich will es nicht! Nehmen Sie es wieder mit. Er kann sich seine Briefe sonst wo hin stecken!“ Mamoru wusste, dass diese unhöfliche und ordinäre Art seinen alten Sensei mehr als ärgerte. Schließlich hatte er nicht umsonst eine gute Erziehung genossen. Aber gerade diese wollte er seiner Familie und jedem der mit ihnen in engerer Verbindung stand nicht zukommen lassen. In Mamorus Augen verdienten sie es nicht mit Höflichkeit und Respekt behandelt zu werden.



„Es tut mir leid, Master Chiba-san, aber euer Großvater befahl mir euch diesen Brief persönlich zu überreichen und dafür zu sorgen, dass ihr ihn lest!“



„Es interessiert mich nicht was mein Großvater befiehlt! Ich bin keiner seiner Bediensteten, seiner Arbeiter oder sonst irgendein schleimiger Arschkrichender Untergebener!“ Mamorus Stimme wurde unweigerlich lauter.



„Nein, das seit ihr wahrlich nicht! Ihr seit sein Enkel und damit schuldet ihr eurem Großvater Respekt. Er hat viel für euch getan!“ der alte Sensei schien langsam wütend zu werden. Er kannte Mamorus Abneigung gegenüber seiner Familie zu genüge und doch regte es ihn jedes mal aufs Neue auf.



„Ich schulde meinem Großvater gar nichts und nun entschuldigt mich, aber ich muss zur Uni!“ Mamoru griff nach seiner Jacke, schloss die Wohnungstür und ließ seinen alten Sensei unverrichteter Dinge stehen.



Die Freude und Glückseligkeit, die Mamoru den ganzen Morgen über empfunden hatte verwandelte sich in grenzenlose Wut. Wieso konnte sein Großvater ihn nicht einfach zufrieden lassen. Sie konnten sich beide gegenseitig nicht ausstehen, also warum tat er nicht so als hätte er gar keinen Enkel. Mamoru konnte doch auch wunderbar so tun als hätte er keinen Großvater. Jedes mal wenn dieser Mann wieder in sein Leben trat gab es nur Probleme, Streit, Verletzungen und anschließenden Hass! Am allermeisten war Mamoru jedoch wütend darüber, dass sein Großvater es geschafft hatte ihm wieder dieses schöne, warme Gefühl im Innern, das Bunny ihm beschert hatte, zu nehmen.



Seiya war die ganze Nacht durch die Stadt geirrt, nachdem er die immer noch weinende Bunny nach Hause gebracht hatte. Das Bild, dass sie abgegeben hatte, hatte sich tief in ihm eingebrannt und er schwor sich alles dafür zu tun, dass sie nie wieder so weinen müsse! Und er schwor sich noch etwas.

Das Einzige was Bunny über den Grund ihrer Verzweiflung gesagt hatte war: Mamoru! Mehr hatte er nicht aus ihr herausbekommen. Doch eins war sicher! Mamoru war Schuld daran, dass Bunny so verletzt war und er würde dafür bezahlen! Tausend Dinge schossen Seiya in den Kopf, die Mamoru Bunny angetan haben konnte und für jede dieser Dinge würde Mamoru bluten müssen.

Während Seiya Rache-schürend durch die Stadt lief wuchs seine Verachtung für Mamoru zu regelrechtem Hass an, bis er davon überzeugt war, dass Mamoru seinem Schätzchen etwas derart Schlimmes angetan hatte, dass er dafür mit seinem Leben bezahlen müsse!

Er machte auf dem Absatz kehrt und rannte so schnell er konnte Richtung Spielhalle. Bunny und er hatten oft dort ihre Zeit verbracht und sich über Mamoru lustig gemacht! Die Wahrscheinlichkeit das Mamoru nun dort war, war aufgrund der noch frühen Morgenstunde gering. Doch er wusste, dass der blonde Typ, der dort arbeitete und den Bunny gut zu kennen schien, zu gut, wie Seiya fand, ein Freund von Mamoru war. Vielleicht konnte er von ihm erfahren wo Mamoru war und wo er wohnte.



Die Spielhalle war um diese Uhrzeit schon gut gefüllt. Viele kamen schon vor der Arbeit her um ein wenig zu spielen und würden nach der Arbeit auch wieder kommen. Motoki verstand nicht, wie man sein Leben gänzlich diesen Maschinen widmen konnte. Klar er arbeitete hier und auch er spielte zwischendurch gerne mal ein Spiel, aber doch nicht jeden Tag, rund um die Uhr. Hatten diese Leute denn kein Privatleben? Er war glücklich darüber seine Freundin Reika zu haben. Sie war seine gute Seele und auch wenn sie sich nicht häufig sahen, dachte er den ganzen Tag nur an sie und freute sich umso mehr auf ihr nächstes Treffen. Motoki hoffte, dass auch Mamoru eines Tages dieses Gefühl kennen lernen würde. Sein Freund hatte mehr als jeder andere auf der Welt etwas Glück und Liebe verdient!



„Entschuldigung?“



Motoki blickte auf und sah einen jungen Mann mit langen schwarzen Haaren, die zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden waren, und mit Sonnenbrille im Gesicht vor sich stehen. Er blickte nach draußen und wunderte sich, wieso man bei diesem Regenwetter eine Sonnenbrille trug.



„Ja bitte? Wie kann ich Ihnen helfen?“



Seiya schaute sich um und nahm die Sonnenbrille vom Gesicht. Motokis Ausdruck veränderte sich. Er kannte den Mann. Er war der Leadsänger einer in ganz Japan berühmten Tennieband, den Threelights und ein sehr guter Freund von Bunny. Zusammen hatte sie das letzte Jahr oft hier gesessen und sich königlich amüsiert.



„Oh, guten Tag, Seiya-san! Wie geht es Ihnen?“



„Danke gut!“



„Was kann ich denn so früh morgens schon für Sie tun? Bunny ist noch nicht hier, die wird erst so gegen 3-4 Uhr hier eintrudeln!“



„Ja…ich weiß. Ich bin nicht wegen Bunny hier. Ich…“Seiya versuchte die richtigen Worte zu finden, um nicht preiszugeben, warum er auf der Suche nach Mamoru war, „ich hätte gerne erst mal einen Kaffee!“ sagte er schließlich und lies sich auf einem der Stühle an der Theke fallen.



„Klar, kommt sofort!“ Motoki verschwand kurz und kam mit einer dampfenden Tasse wieder. Der Duft von frisch gemahlenen Bohnen stieg Seiya in die Nase. „ So bitte sehr!“

Der Kaffee war genau das, was er jetzt brauchte. Er hatte zwar schön öfters die Nächte durchgemacht, doch diese sahen etwas anders aus als die letzte Nacht. Seine Füßen schmerzten etwas und je länger er saß und die heiße Tasse in den Händen hielt, umso schwerer wurden seine Augenlider.



„Hey….nicht einschlafen, sonst verbrennen Sie sich noch am Kaffee, Seiya-san!“



Seiya schreckte hoch. Er wäre tatsächlich fast mit der Nase in die Tasse gekommen. „Oh…ich bin wohl müder als ich gedacht hatte!“ gähnte Seiya und streckte alle Gliedmaßen von sich: „Tut mir leid!“



„Berühmt zu sein ist wohl ein hartes Leben!“ grinste Motoki, der froh darüber war ein recht beschauliches, wenn auch nicht sonderlich aufregendes Leben zu führen. Seine wilde Party zeit hatte er schon ausgelebt. Und das sollte was heißen mit gerade mal 20 Jahren!



„Ach, geht so!“ wie immer wenn es um seinen Status als bekannte Persönlichkeit ging, spielte Seiya das Thema herunter Sein Bruder Yaten war da weniger zurückhaltend. Er hatte keine Probleme damit jedem zu erzählen, wie nervig Fans und Reporter seien. Doch Seiya wusste, dass es nur an ihren Fans lag, dass sie jetzt ein relativ Sorgenfreies leben führen konnten, wenn sie auch große Opfer dafür bringen mussten. Sein größtes Opfer war Bunny.



Still trank Seiya seinen Kaffee weiter. Die Wut in ihm über Mamoru wurde etwas von seiner Müdigkeit gedämpft. Erst wollte er wieder wach sein, bevor er sich der Sache richtig annahm. Nach einer zweiten Tasse Kaffee fühlte sich Seiya soweit wieder fit und winkte Motoki herbei, der dabei war einem Schuljungen ein Computerspiel zu erklären.



„Noch einen Kaffee, Seiya-san?“



„Nein, danke. Ich fühl mich wieder fit. Ich hätte gerne einen Auskunft von dir!“ Seiyas Blick änderte sich kaum merklich, doch Motoki hatte das Gefühl Gewitterwolken aufziehen zu sehen.



„Eine Auskunft? Über was denn?“



„Nun, ich würde gerne wissen, wann und wie ich Mamoru Chiba am besten erreichen kann!“ Seiyas Stimme wirkte bedrohlich, auch wenn er sich bemühte sie ganz unbeteiligt klingen zu lassen: „Ich müsste mal mit ihm sprechen!“



„Mamoru?“ Motoki besah Seiya sehr skeptisch, „Mamoru ist noch zu Hause! Was genau willst du denn von ihm?“ angesichts der angespannten Situation hielt Motoki es nicht mehr für angebracht Seiya Respekt zu erweisen in dem er ihn Siezte.



„Ich muss etwas mit ihm klären, was nur ihn und mich etwas angeht!“



„Tut mir leid, aber ohne Mamorus Erlaubnis gebe ich seine Adresse nicht raus. Du musst wohl warten, bis er hier auftaucht!“



„Und wann wäre das?“ Seiya hätte sich denken können, das der Blonde seinem Freund zur Seite stehen würde. Er hatte jedoch gehofft es einfacher zu haben.



„Kein Ahnung! Meistens kommt er nach der Uni!“



„Gut, ich kann warten!“  



Motoki blickte auf die Uhr. Er will warten? Mamoru würde hier heute nie vor 4 Uhr erscheinen und es war gerade kurz nach 6. Aber bitte, sollte er warten! Er hoffte nur, dass Seiyas Wut, die ohne Zweifel aus seiner Stimme heraus zu hören war, bis dahin größtenteils verdampft war. Das letzte was er gebrauchen konnte war eine Schlägerei in seiner Spielhalle.



„Meinetwegen!“ antwortete Motoki kurz, drehte sich um und ging zu einer Frau die hilflos an einem der Automaten saß.

Er blickte noch einmal auf den kleinen Zettel an der Wand und hatte das Gefühl genau zu wissen worum es ging.



Hoffe es hat euch gefallen! Über Kommis freu ich mich immer ^o^

Bis Bald und genießt die Weihnachtszeit